Oekoprofit

    Schüler der HAK Grazbachgasse schlagen Brücke zwischen Wirtschaft und Umwelt
    Wer glaubt, dass Wirtschaft und Umweltbewusstsein ein Widerspruch sein müssen, wird von den Schülern der HAK Grazbachgasse eines Besseren belehrt. Die Jugendlichen haben für eine Fotoausstellung von Harry Schiffer unter dem bezeichnenden Titel "Muss denn Profit Sünde sein"  eindrucksvolle Texte gestaltet. Texte, in denen die Handelsakademiker aus den Jahrgängen zwei bis vier viel Gespür und Einfühlungsvermögen für die gezeigten Fotografien von 25 Umweltmaßnahmen in diversen österreichischen Firmen und Organisationen erkennen ließen. Aber auch Texte, in denen die jungen Menschen ihre Sorgen um unseren Planeten nur allzu deutlich zum Ausdruck brachten. Präsentiert haben die Teenager ihre Werke bei der Vernissage zu der Ausstellung am Dienstag in der Jugendgalerie des Rathauses. "Es ist uns wichtig, unseren Schülern einen Sinn für nachhaltiges Wirtschaften zu vermitteln. Insofern liegen uns derartige Projekte besonders am Herzen", freute sich HAK-Direktor Johann Wilding über die Veranstaltung. Eine Veranstaltung, die im Rahmen von "20 Jahre ÖKOPROFIT" für einen Abend Kunst, (Umwelt-)Technik und Bildung zusammenbringt. "Es war für uns nicht nur unheimlich spannend, bei einem solchen Event mitzuarbeiten, sondern es ist auch ein gutes Gefühl, wenn die eigenen Texte öffentlich präsentiert werden", erzählte die HAK-Schülerin Nina Holzmeister. Nachsatz: "Aber ein wenig Nervosität, ob die Texte auch gut ankommen, war schon dabei." Doch Nervosität gehört dazu, wenn man das Ökoprofit Motto "Zukunft mitVerantworten" ernst nimmt. Die Ziele des Umweltleitprogrammes der Stadt Graz sind schließlich keine kleinen: So soll nicht nur auf die Problematik aufmerksam gemacht werden, sondern obendrein werden Firmen belohnt und unterstützt, die die Umwelt tatsächlich schonen. "Mit dem Strom, der durch diese Maßnahmen gespart wurde, könnte man unzählige Male zum Mond fahren und wieder zurück", erklärte die Ökoprofit-Verantwortliche Elisabeth Ritt. Doch auf den Mond wünschte sich bei diesem Eventmanagement-Schulprojekt kein Schüler. Und auch kein Lehrer: "Es war unheimlich schön mitzuerleben, mit welchem Engagement die Jugendlichen an dieses Thema herangegangen sind. Man sah, dass es ihnen unter den Nägeln brannte", berichteten die zuständigen Professorinnen Anneliese Richter und Andrea Graf.