Unser erster Tag in Cannes wurde sogleich genützt, um die Stadt, die eine Woche unsere Heimat sein sollte, auf eigene Faust zu erkunden und uns etwas einzuleben.
Auch am zweiten Tag wurde nicht auf der faulen Haut gelegen, sondern wir starteten unsere Erforschungstour in die facettenreichen Städte des "Midi", wie die Region im Süden auch genannt wird. Der Startschuss fiel in Nizza, wo wir die weltweit bekannte "Promenade des Anglais" entlangspazieren konnten, weiter ging es in das kleine Dorf Èze, wo wir eine durchaus geruchsintensive Führung durch die Parfumfabrik Fragonard genießen konnten.
Natürlich wollten auch wir einmal das Gefühl haben, wohlhabend zu sein, und deswegen ging es ab nach Monaco - Monte Carlo. Mit Vollgas fuhren wir die Strecke des Formel 1 Kurses, wo einst Michael Schuhmacher Weltrekorde und Siege nach Hause fuhr. Wir fuhren zwar nicht mit einem so pferdestarken Wagen, aber unser Bummelzug machte Schumi ordentlich Konkurrenz. Ebenfalls in Monaco tauchten wir in die Welt des Meeres im "Musée Océanographique" ein.
Auch die "villages perchés" durften nicht fehlen und deshalb besuchte die Klasse das Bergdorf Saint Paul de Vence, welches einen zurück ins Mittelalter versetzte und mit seinem Flair jeden in den Bann zog. Damit auch die Kunst nicht zu kurz kam, bestand die Möglichkeit eines Besuches der Picasso-Ausstellung in Antibes. Für die besonders Eifrigen stand auch eine Bootsfahrt zu der Insel St. Marguerite auf dem Programm.
Die traumhafte Kulisse zog auch die letzten Zweifelnden auf ihre Seite und war somit der perfekte Zieleinlauf für unsere Erkundungstour durch den Süden im Land der Baguettes, Croissants, des Camembert und Champagners.
Damit wir aber nicht nur Frischluft in den Städten schnupperten, wurde natürlich von uns fleißig die Schulbank gedrückt. Und dank unserer französischen Lehrerinnen gleichen unsere Sprachkenntnisse nun fast denen eines Franzosen. :
Ein "au revoir" zum Abschied unserer interessanten, lehrreichen Reise, bei der auch der Spaß nicht zu kurz kam.