PISA








    Rovaniemi







      Die Finnen kommen

      Kleine Zeitung zum Interview mit PISA-Siegern in der HAK Grazbachgasse
      Des einen Glück, des anderen Pech. Fast kann man die unterschiedliche Einstellung der finnischen und österreichischen Jugendlichen zur Schule auf diesen Punkt bringen. "Die Skandinavier betrachten die Chance zu einer höheren Ausbildung als Geschenk, nicht als notwendiges Übel wie das bei uns in Österreich so oft der Fall ist", erzählte Josef Prakljacic. Der Maturant aus der 5BK der BHAK Grazbachgasse reiste heuer zusammen mit seiner Klassenkollegin Birgit Konrad im Rahmen des Comenius-Projektes (EU-Projekt) "Mathematics: E-learning and Math-Projects for Students and Teachers Across Europe" in das Land des PISA-Siegers nach Rovaniemi - und kehrte begeistert zurück. Dieser Tage können sich alle HAK-Schüler von den Finnen ein Bild machen - die weilen schließlich diese Woche zum Gegenbesuch in Graz. Dies blieb nicht unbemerkt: So kam selbst Kleine-Zeitung-Redakteurin Sonja Hasewend in die HAK Grazbachgasse, um die finnischen PISA-Sieger, aber auch Prakljacic zu interviewen.
       Hasewend zeigte sich dabei ebenso interessiert an den Unterschieden wie die österreichischen Schüler. So waren es nicht nur die gänzlich anderen Lehrmethoden, die Prakljacic so faszinierten, sondern auch die Einsatzbereitschaft der Jugendlichen. "Einen lehrerzentrierten Unterricht gibt es in Finnland genauso, auch der Stoff ist in Mathematik ganz ähnlich. So konnten wir gegenseitig voneinander lernen. Es war sehr interessant, die Aufgaben des dortigen Lehrers zu lösen genauso wie es für die Skandinavier spannend war, die Beispiele unseres Professors Dr. Reinhard Simonovits zu rechnen. Doch eines ist ganz anders: Die finnischen Schüler würden nie schummeln, die sehen das als Betrug. Das machen sie einfach nicht", berichtete Prakljacic.
      Dafür gibt es im hohen Norden Leistungsanreize der anderen Art: Jeder Schüler muss mindestens vier Grundkurse besuchen, bei der Entscheidung für diverse Wahlfächer können sich die Skandinavier auf ihre Interessen und Stärken fokussieren. Alle über die Grundkurse hinausgehenden Fächer sind aber freiwillig, wer jedoch mehr als zwei zusätzliche Kurse besucht, bekommt ein erhöhtes Kindergeld. Dafür sind die Schulbücher nicht gratis.
      Eine Zentralmatura gibt es in Finnland schon lange. Die funktioniert problemlos. Das Ergebnis ist schließlich vorgegeben: Jahr für Jahr fallen fix die fünf Prozent der schlechtesten Schüler durch, die fünf Prozent der besten bekommen eine Auszeichnung. Ganz egal, wie viele Punkte die Maturanten  auf die jeweiligen Arbeiten erreicht haben. Die Punkteanzahl entscheidet auch darüber, ob man einen Studienplatz erhält oder nicht. Einen freien Hochschulzugang gibt es in Finnland nicht. Und auch die Jugendarbeitslosigkeit ist trotz des laut PISA-Studie besten Schulsystems der Welt hoch. Viel höher als in Österreich.    Michaela Winkler und Michael Solnier

      Comenius Project

      Comenius Project: E-learning and Math-Projects for Students and Teachers across Europe

      Reinhard Simonovits, our Maths teacher, Josef Prakljacic and I went to Finland to talk to our Finnish partners about our Maths project. To be exact, we went to Rovaniemi which is the capital city of Lapland. We stayed there from Sunday November 27 until Thursday December 1.

      Josef and I stayed with a host family in order to get to know our Finnish partners better. The families were very nice and helped us to understand the Finnish culture and mentality.
      At Lyseonpuiston Lukio Secondary School we fixed the dates for our project and learned a lot about the programs and platforms we will be using during the whole project. Lyseonpuiston Lukio is the oldest secondary school in Finnish Lapland and is situated in the centre of Rovaniemi. We learned many things about the Finnish school system and Josef and I gave a talk about the Austrian school system.
      Our project deals with Binomial and Normal Distribution. During the following weeks every Austrian student who participates in the project will exchange a few Maths problems with his or her Finnish partner.
      At the school in Rovaniemi we also met the headmaster of a school in Dublin. He was very nice and interested in our project. He even participated actively in our discussions.

      On Monday we visited the Santa Claus Village at the Arctic Circle, a Finnish library and a cemetery of the second World War near Rovaniemi.
      On Tuesday we went to the Arktikum, a Finnish museum where you can learn about Finnish history, culture and about Northern Lights. Furthermore, we were lucky to see a presentation with pictures of Lapland.
      On our last evening in Rovaniemi the students from Austria and Finland enjoyed their final dinner in a pizzeria and after that we had coffee together. In the end it was kind of sad to say goodbye.

      We had a very nice time in Finland and we are all looking forward to the visit of the Finnish students in January.

      Birgit Konrad, 5bk