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HAK-Schüler im NXP-Wunderland
Ein wenig fühlten sich die Teenager der 3FK der HAK Grazbachgasse letzte Woche wie "Alice im Wunderland". Eine Exkursion führte die Schüler der Fachrichtung "Logistikmanagement und SAP" schließlich nach Gratkorn zur Firma NXP, der Weltmarktführerin im RFID, NFC- und Chipkarten-Business. Und in dem High-Tech-Konzern hat die Zukunft längst begonnen. So erhielten die Handelsakademiker einen Einblick in eine völlig neue Einkaufswelt von morgen. "Wir bekamen Einkaufswägen vorgeführt, die mittels Chip alle Einkäufe von selbst registrierten und sofort den Gesamtpreis auswarfen. Und bezahlt wird dann an der Kasse mit dem Handy", erzählte Merjem Felic. Bargeld ist Steinzeit, die Bankomatkarte fast schon Mittelalter. Zumindest bei der NXP. Dort entwirft man die neuartige NFC-Technologie, mit der künftig das Mobiltelefon vom privaten Büro zu einem Büro mit integrierter Bank wird. Und zum privaten Einkaufsführer. "Künftig sollen Plakate mit Chips ausgestattet werden, die sämtliche Informationen zu den aufgezeichneten Produkten haben. Da hält man dann einfach das Handy zu einem Plakat hin und via App spuckt das Mobiltelefon sofort Preis und Online-Bestellmöglichkeiten aus. Da braucht es dann nur mehr einen Knopfdruck und eine Lieferung ist auf dem Weg", berichtete Jasmina Burzic. Die neue Wunderwelt erstreckt sich jedoch nicht nur auf das Einkaufen, sondern eröffnete vor allem der Logistik völlig neue Möglichkeiten. "Der Renner war der Shop, in dem mittels der neuen Technologie voll automatisch ermittelt wird, was quantitativ und qualitativ noch auf Lager ist. So wird der Bedarf exakt ermittelt. Das hat gezeigt, dass Logistik längst kein Job mehr im Lager, sondern eine hochqualifizierte Arbeit ist", erklärte HAK-Professor Eberhard Perner, der Zweigkoordinator von Logistikmanagement und SAP.
Doch nicht nur in der Logisitk, auch in der Landwirtschaft hat die technische Zukunft längst begonnen. So haben heutzutage schon jede Kuh und jedes Schwein, die etwas auf sich halten, einen NXP-Chip im Ohr. Mit diesem melden sich die Tiere bei der Futterstelle an und bekommen dann nicht nur die Nahrung, sondern auch etwaige Medikamente wohldosiert. "Früher bekamen im Falle einer Krankheit alle Kühe oder Schweine eines Stalles Stall Medikamente, jetzt kann man das mit unserer Technologie genau auf die betroffenen Tiere ausrichten. Das ist nicht nur gut für den Bauern und das Vieh, sondern letztlich auch für uns Verbraucher", erklärt Plattform-Architekt Ralph Prestros von der NXP. Und gut für die Zoologen ist die Technologie auch. Schließlich bekommen in den USA selbst Alligatoren einen Chip (in einem Kreidestück) verabreicht. So kann man ihren Aktionsradius genau nachvollziehen. "Nicht nur das Krokodil wird unseren Schülern von dieser Exkursion in Erinnerung bleiben, denn was wir hier zu sehen bekommen haben, hat teilweise unsere Erwartungen übertroffen. Diese Technologie hat Auswirkungen auf die Logistik, die man noch gar nicht zur Gänze absehen kann," meinte Perner. Umso wichtiger ist HAK-Direktor Johann Wilding die Kooperation seiner Schule mit der NXP: "Dieser Praxisbezug hat enorme Bedeutung in der Ausbildung und mit solchen Exkursionen sehen die Schüler, welche interessanten Unternehmen es im Raum Graz im Bereich der Logistik gibt." Doch auch der Weltmarktführer sieht in der Zusammenarbeit mit der regionalen Schule Chancen für die Zukunft: "Wir freuen uns über das Interesse an unserem Unternehmen. Österreich hat viele erfolgreiche und starke Unternehmen wie die NXP, die an den Technologien von morgen arbeiten. Wir benötigen auch in Zukunft viele neue Mitarbeiter, speziell in technischen Studien und Berufen. Daher ist das Interesse und die Begeisterung von Schülern für uns wichtig, da das unsere Mitarbeiter von Morgen sind," bestätigt Andreas Mühlberger, Geschäftsführer von NXP Semiconductors Austria.
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