Wide sample post image

„Welcome to Sodom“ – Dein Smartphone ist schon hier

Kinoexkursion am 11.02.2019

Sodom und Gomorra: Zwei biblische Orte, die aufgrund des sündhaften Lebens ihrer Bewohner/innen von Gott zerstört werden, sind der Namensgeber einer anderen „Hölle auf Erden“. Obwohl die Elemente Feuer und Wasser sowie die in der Dokumentation von Florian Weigensamer und Christian Krönes (Blackbox Film & Medienproduktion GmbH) portraitierten Biografien eine wichtige Rolle spielen, kann man nur bedingt von einer „Hölle“ sprechen. Die rund 6.000 Männer, Frauen und Kinder, die in und von einer der größten afrikanischen Müllhalden für Elektroschrott aus Industriestaaten leben, arrangieren sich in beeindruckender Weise mit ihrem Schicksal.

Für sie bilden die Arbeit und das Leben auf der Müllhalde von Agbogbloshie, inmitten der ghanaischen Hauptstadt Accra, den Hauptinhalt ihres Daseins. Auch wenn fast alle Bewohner/innen von „Sodom“, so die Selbstbezeichnung der Mülldeponie von Agbogbloshie, den Traum und die Hoffnung auf ein besseres Leben außerhalb dieses Mikrokosmos in sich tragen, zeigen sie in dem Dokumentarfilm sogar mit ein wenig Stolz ihre alltäglichen Tätigkeiten eines harten Lebens inmitten von ausrangierten Computersystemen, Smartphones, Maschinen, Ölfässern, Fahrzeugen und Ähnlichem.

Mit Roland Schrotthofer, Absolvent der HAK Grazbachgasse und Produzent des österreichweit in Kinos ausgestrahlten Filmes, hatten die 1. und 2. Jahrgänge der HAK-Grazbachgasse, verstärkt durch die 2AS und 3AK (insgesamt ca. 300 SchülerInnen), einen Diskussionspartner, der sich im Anschluss an die Dokumentation den zahlreichen SchülerInnen für Fragen zur Verfügung stellte.

Gemäß dem diesjährigen Global Goal der Schule „Sustainable Cities and Communities“ wurden die Inhalte der Dokumentation im Geografie-Unterricht nachbesprochen. Die Kinoexkursion leistete so einen kleinen Beitrag zur Bewusstseinsbildung in Sachen Umweltschutz und nachhaltiger Gesellschaftsentwicklung und zeigte einmal mehr, dass wir uns glücklich schätzen können, in einer hochentwickelten Wohlstandsgesellschaft leben zu dürfen

erstellt von Mag. Peter Lang, 11.03.2019