Julia en Bretagne

Ein Auslandssemester in Frankreich

Corona hat vielen Plänen, die wir hatten, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Veranstaltungen und Projekte mussten abgesagt, Sprachreisen verschoben werden. Julia Kelbetz (3AK) wollte sich die Möglichkeit, ein Semester in Frankreich zu verbringen, aber nicht nehmen lassen und hat beschlossen, ihren Auslandsaufenthalt dennoch anzutreten, selbstverständlich unter Einhaltung aller dafür nötigen Sicherheitsvorkehrungen. Nun hat sie sich in ihrer vorübergehenden Heimat, Rennes, eingewöhnt und uns einen kurzen Bericht über ihre bisherigen Erlebnisse geschickt:

„Mir gefällt es richtig gut in Frankreich. Vor allem die Architektur finde ich wunderschön! Meine Gastfamilie ist supernett und ich habe mich schnell eingewöhnt. Das Klischee, dass Franzosen viel Käse essen, kann ich bestätigen. Ich habe schon Galette probiert, das ist ein typisches Gericht aus der Bretagne. Auch nehmen die Franzosen ihre Backwaren und Mehlspeisen sehr ernst. Es gibt sehr oft Wettbewerbe zwischen Patisserien im Fernsehen.

Ich habe einen Tag Schule und einen Tag nicht. Wenn ich keine Schule habe, bekommen wir Aufgaben, aber wir haben kein Distance Learning. Die Schule beginnt erst um halb 9 und endet dafür oft erst um 5 oder 6 Uhr am Abend. Zu Mittag essen alle in der Kantine. Man hat hier eine Stammklasse, meine ist die 106, mit der man alle Fächer gemeinsam hat, außer die ‚Spezialitäten‘. Meine sind zum Beispiel SVT (Biologie und Erdkunde), Geopolitik und Englisch. Meine Klasse ist sehr nett und ich habe mich dadurch auch recht gut integrieren können. Das Einzige, was mir nicht so gefällt, ist das Wetter. Es regnet fast jeden Tag.“

Es zeigt sich also mal wieder, wo ein Wille, da auch ein Weg. Wir wünschen Julia weiterhin einen lehrreichen Aufenthalt voller neuer Eindrücke und viele Sonnentage.


Bilder von Julia