Eine Reise durch die Zeit

Ausflug zum Freilichtmuseum Stübing

Wer hätte es sich gedacht: Alte österreichische Bauernhäuser stehen auf den Trendlisten Jugendlicher nicht ganz oben. Müssen sie auch nicht, gesehen haben sollte man sie trotzdem.

Als der harte Kern der 2AK und ich in Stübing aufschlugen, brachten wir uns zunächst einmal mit sommerlicher Musik in Wanderstimmung. Immerhin lag ein 30-minütiger Spaziergang vom Bahnhof zum Freilichtmuseum vor uns und 2,5 Kilometer lassen sich singend und tanzend einfach wesentlich besser zurücklegen als, nun, nicht singend und tanzend.

Beim Museum angekommen, gönnten wir uns dann auch gleich mal ein Eis und wurden von einer sehr netten Empfangsdame begrüßt, die für uns Unterlagen zum Museum bereitgelegt hatte. Das Erste, was wir sahen, als wir das Museum betraten, war eine Dauerausstellung mit ausgesprochen interessanten Fotos und Artefakten zur bäuerlich-ländlichen Geschichte in Österreich. Das FLM Stübing ist nach Bundesländern eingeteilt, sodass wir unseren Weg im Burgenland begannen und uns Richtung Vorarlberg aufmachten. Als eines der ersten Gebäude der Steiermark kamen wir übrigens an einem Sägewerk vorbei, dass mithilfe eines Mühlrades betrieben wurde. Es war einst im Besitz der Familie unserer Kollegin Ingrid Kulmitzer aus Kindberg. Da es an einem kleinen Bach und recht schattig gelegen ist, verbrachten wir dort einige Zeit und sinnierten darüber, wie faszinierend es ist, mit welch einfachen Mitteln man früher wirklich große Dinge erreichen konnte.

Unser weiterer Weg führte uns an Kirchen, Glockentürmen, Feuerwehrgebäuden und vielen kleineren und größeren Bauten vorbei zu einem alten Gemischtwarenladen, der sehr authentisch eingerichtet worden war. Die Betreiberin des Ladens erzählte uns ein wenig über die Produkte, die dort ausgestellt worden waren, und in einigen von uns kamen Kindheitserinnerungen hoch, als wir die vielen Bonbons sahen. Danach spazierten wir weiter bis etwa zur Mitte des Museums, wo wir etwas aßen und über vielen lustigen und interessanten Gesprächsthemen die Zeit übersahen, sodass wir am Ende zwar noch die alte Schule ansehen konnten, aber etwa nur die Hälfte des Museums gesehen hatten, was ein guter Grund ist, vielleicht irgendwann einmal wieder nach Stübing zu kommen. Es zahlt sich sicher aus.

Bericht  07.07.2021, Mag. René Kallinger

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